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Erst in den letzten Tagen habe ich von einer Theorie der Wirtschaftswissenschaften gehört: Rocket and Feather. So wie ich das verstanden habe, beschreibt das die Preisentwicklung an Tankstellen relativ gut. Treten unerwartete äußere Ereignisse ein, die einen oder mehrere Rohstoffe nur schwer beschaffbar oder teurer machen, steigen die Preise für das Endprodukt so schnell wie sonst nur eine Rakete in den Himmel. Beruhigt sich die Lage an den Rohstoffmärkten wieder, fällt die ausgebrannte Preisrakete aber nicht wie die Kolleginnen aus der Silvesternacht wieder steil nach unten, sondern tanzt langsam wie eine Feder, von der Atmosphäre gebremst, dem alten Niveau entgegen.
Derzeit lässt sich überhaupt nicht sagen, wann die durch den Irankrieg ausgelöste Beschaffungskrise für Rohöl wieder endet, aber selbst wenn der Krieg in den nächsten 24 Stunden enden und die Straße von Hormus wieder ungefährdet passierbar sein sollte, wird der Preisverfall weit länger dauern als der Anstieg.
Ich kann mich noch gut an den Beginn der Vollinvasion Russlands in der Ukraine vor vier Jahren erinnern und daran, wie schnell die Preise an der Tanke stiegen. Ebenso, wie lang es dauerte, bis sie wieder auf dem Vorkriegsniveau waren oder sogar noch darunter lagen.
Von Rocket and Feather habe ich vermutlich deshalb noch nie vor dieser Woche gehört, weil Apples Preisgestaltung anderen Regeln folgt. Regeln, die ich zugegebenermaßen nicht so recht durchschaue. Einer der für die IT-Industrie wichtigen Rohstoffe – Speicher – ist schon seit geraumer Zeit nur schwer zu beschaffen oder kaum noch zu bezahlen. Vergleichbar mit einem Krieg ist die Ursache des Problems in keiner Weise, es handelt sich um einen verschärften Wettstreit der Nachfrager nach in RAM-Modulen und SSDs verbauten Flash-Speichern, welche die Anbieter nur schwer erfüllen können.
Apple jedoch lässt den Preis des iPhone 17e gegenüber dem des 16e unverändert, baut aber doppelt so viel Speicher ein, der Chip hat 50 Prozent mehr RAM. Das Macbook Air M5 ist mit 512 GB SSD sogar günstiger geworden als der Vorgänger mit der gleichen Speichergröße, die Macbooks Pro kosten bei gleich großer SSD genauso viel wie ihre Vorgänger. Nur bei den ganz großen Größen langt Apple ordentlich zu.
Wie schafft Apple das?
Ich vermute, es gibt nicht nur einen Grund, sondern eine Mischung aus mehreren. Als Großabnehmer kann Apple auf langfristige Lieferverträge pochen. Die mögen zwar irgendwann einmal auslaufen, aber dann kann Cupertino immer noch viel mit seiner gigantischen Marge kompensieren, die Aufpreise für größere SSDs und mehr Arbeitsspeicher sind immer noch jenseits von Gut und Böse. Nicht zuletzt war Apples Stärke schon immer in der seit 1997 währenden Cook-Ära als COO und später als CEO die Diversifizierung der Lieferkette. Apple-Produkte und ihre Komponenten müssen nicht durch die Straße von Hormus, sondern kommen auf vielen Wegen. Das macht Apple so krisensicher.
Selbst Apple wird einmal an seine Grenzen stoßen. Denn die Lieferverträge haben, wie erwähnt, ein Ablaufdatum, während die Nachfrage von KI-Anbietern nach Flash-Speichern nicht geringer wird. Von der Marge kann Apple nicht übermäßig viel abknapsen, bevor die Börse reagiert. Und wenn eine weitere Großmacht auf die Idee kommt, man könnte diese abtrünnige Provinz oder jenen aufmüpfigen Nachbarn wieder in den Schoß des Imperiums zurückholen, sind die meisten der Lieferwege Apples verstopft: So schnell lässt sich trotz aller Mühen die Produktion nicht in andere Länder verlegen.
Welche Konsequenzen ziehe ich aus gestiegenen Benzinpreisen? Ich nutze wieder verstärkt das Fahrrad. Hilft auch nicht immer, denn Rahmen und etliche Bauteile entstehen schon lange nicht mehr in Europa und müssen daher auch über Meerengen, Kanäle und andere Krisengebiete erst zum Händler des Vertrauens kommen.
Vielleicht ist 2026 das Jahr, in dem Investitionen in den Apple-Fuhrpark besonders sinnvoll werden, ehe in Cupertino die Preisrakete hochsteigt, während die Benzinfeder erst ganz langsam zu Boden trudelt.
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