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Gummibärchen kennt jede und jeder. Andere Produkte aus dem Universum, abseits der Süßigkeiten, gibt es viele: Seit Kurzem verkauft Haribo auch Netzteile und anderes elektronisches Zubehör. Richtig gelesen: Hans Riegel aus Bonn hat sich mit dem asiatischen Hersteller DCHK – ausgeschrieben HK DC Global – zusammengetan und bringt eine ganze Palette an Ladegeräten mit offiziellem Goldbären-Branding auf den Markt.
Die Produkte gibt es exklusiv bei Amazon, und das Sortiment ist inzwischen bemerkenswert breit: von kleinen 20-Watt-Steckernetzteilen für den Nachttisch über pfiffige Reiseladegeräte mit einziehbarem Kabel bis hin zu einem 240-Watt-Tischmonster mit sechs Ports und LED-Display.
Ich habe mir mehrere Modelle bestellt und ausprobiert – und muss zugeben: Ich war skeptisch, bin aber ziemlich positiv überrascht.
Wer steckt dahinter?Haribo macht die Netzteile natürlich nicht selbst. Das wäre ungefähr so, als würde Capri-Sonne anfangen, Akkuschrauber herzustellen. Was tatsächlich passiert ist: Haribo hat dem Elektronikhersteller DCHK eine Lizenz für sein Branding erteilt. Das Goldbären-Design, der Haribo-Schriftzug, die knalligen Farben Rot und Blau – das alles stammt von Haribo, die Technik dahinter kommt von DCHK.
Das Modell ist in der Branche nicht unüblich, aber die Kombination ist ungewöhnlich genug, um aufzufallen. Und genau das ist offenbar der Punkt: Die Lader sehen einfach anders aus als die üblichen schwarzen oder weißen Einheitsklötze von Anker, Ugreen und Co. Ob das reicht, um ein Netzteil zu kaufen, das man sonst ignorieren würde? Bei mir: ja, tatsächlich.
Das 30-Watt-Modell mit einziehbarem Kabel – der perfekte Reisebegleiter Haribo 30 Watt USB-C-Ladegerät mit einziehbarem Ladekabel Aktuell bester Preis: Shop Preis 13,29 € Jetzt ansehen 19,99 € Jetzt ansehen Preisvergleich (über 24.000 Shops weltweit) Produkt Preis Preisvergleich von BackmarketFangen wir mit dem Modell an, das ich am meisten benutze. Das 30-Watt-Ladegerät mit integriertem, ausziehbarem USB-C-Kabel ist für Reisen schlicht praktisch. Das Kabel – rund 70 Zentimeter lang – lässt sich mit einem Finger herausziehen und rastet nach dem Laden wieder sauber im Gehäuse ein. Kein loses Kabel in der Tasche, kein Kabelsalat im Koffer. GaN-Technologie sorgt dafür, dass das Gehäuse trotz 30 Watt handlich und verhältnismäßig kühl bleibt.
Für aktuelle iPhones, iPads oder Android-Smartphones ist das mehr als genug. Macbook-Nutzer werden das Gerät eher als schnelles Notfall-Ladegerät einsetzen wollen statt als primäre Stromversorgung – dafür ist die Leistung etwas zu gering. Bei meinem Anwendungsfall reicht das kompakte Netzteil aber tatsächlich gut für ein aktuelles Macbook Air.
Auch als Reise-Netzteil für den Urlaub, das Handgepäck oder die Schublade am Nachttisch ist es ideal. Die Käuferbewertungen sind mit 4,6 von 5 Sternen entsprechend gut, besonders gelobt wird, dass das Gerät trotz kompakter Bauweise nicht warm wird.
Haribo 30 Watt USB-C-Ladegerät mit einziehbarem Ladekabel bei Amazon
Das 65-Watt-Modell mit einziehbarem Kabel – der große Bruder Haribo USB-C-Ladegerät 65 Watt mit 85 Zentimeter einziehbarem Ladekabel Aktuell bester Preis: Shop Preis 22,94 € Jetzt ansehen 26,99 € Jetzt ansehen Preisvergleich (über 24.000 Shops weltweit) Produkt Preis Preisvergleich von BackmarketWer mehr Leistung möchte, ohne auf den Kabel-Trick verzichten zu müssen, greift zum 65-Watt-Modell. Das ist im Prinzip die aufgemotzte Version des 30-Watt-Geräts: Das integrierte USB-C-Kabel ist hier sogar 85 Zentimeter lang, dazu kommen noch ein zweiter USB-C-Port und ein USB-A-Anschluss, mit denen sich gleichzeitig zwei weitere Geräte laden lassen.
65 Watt reichen für ein Macbook Air dann locker, und auch das Macbook Pro 14 Zoll lädt damit – wenn auch langsamer als mit dem Original-Netzteil. Die Leistungsverteilung auf mehrere Ports ist gut gelöst: Wer alle drei Anschlüsse gleichzeitig nutzt, bekommt 45 Watt über USB-C1, 15 Watt über USB-C2 und 12 Watt über USB-A. Für den Alltag mit iPhone, AirPods und iPad gleichzeitig ist das mehr als ausreichend. Die Verarbeitungsqualität wird in Nutzerbewertungen regelmäßig gelobt – für den Preis sei es erstaunlich kompakt und zuverlässig. Dem kann ich mich anschließen.
Haribo USB-C-Ladegerät 65 Watt mit 85 Zentimeter einziehbarem Ladekabel bei Amazon
Das 65-Watt-Modell mit Schutzkontaktstecker – für den festen Platz Haribo USB-C-Ladegerät mit 65 Watt und 3-Port Aktuell bester Preis: Shop Preis 14,44 € Jetzt ansehen 19,99 € Jetzt ansehen Preisvergleich (über 24.000 Shops weltweit) Produkt Preis Preisvergleich von BackmarketWer das Ladegerät dauerhaft am Schreibtisch oder Nachttisch lässt, statt es ständig mitzuschleppen, möchte vielleicht lieber ein Modell mit Erdungsstecker. Haribo hat auch das im Angebot: ein 65-Watt-Gerät mit Schutzkontaktstecker, zwei USB-C-Ports und USB-A. Unterstützt werden PD 3.0 sowie PPS – was bedeutet, dass PPS-kompatible Samsung-Smartphones (Galaxy S24, S25) und Google-Pixel-Geräte hier mit vollem Ladetempo versorgt werden können.
In Nutzerbewertungen liest man, selbst das Macbook Pro lade problemlos und schnell; mehrere Käufer sehen die Qualität auf Augenhöhe mit deutlich teureren Marken. Ein kleiner Wermutstropfen: Einzelne Nutzer berichten, das Gerät werde unter Last spürbar warm. Das ist bei GaN-Netzteilen dieser Leistungsklasse nicht unüblich – bei Zimmertemperatur blieb es bei mir aber immer im grünen Bereich.
Haribo 65-Watt-Netzteil mit 3 Anschlüssen bei Amazon
Das 100-Watt-Modell mit Display – das Kraftpaket Haribo 100-Watt-Reiseadapter USB-C-Ladegerät Aktuell bester Preis: Shop Preis 33,99 € Jetzt ansehen 39,99 € Jetzt ansehen Preisvergleich (über 24.000 Shops weltweit) Produkt Preis Preisvergleich von BackmarketDas Modell, das in unabhängigen Tests am besten abschnitt, ist das 100-Watt-Gerät mit vier Ports und integrierter Wattanzeige. Drei USB-C-Ports (je bis zu 100 Watt einzeln) und ein USB-A-Port (bis 30 Watt) ermöglichen es, ein Macbook Pro und drei weitere Geräte gleichzeitig aufzuladen. Das kleine LED-Display zeigt in Echtzeit die aktuelle Ausgangsleistung – praktisch, wenn man wissen will, ob der Laptop gerade mit 65 oder doch nur mit 30 Watt lädt.
Bei einem ausführlichen Belastungstest über sechs Stunden lieferte das Gerät konstant 100 Watt ohne Auffälligkeiten. Die Effizienz lag bei Volllast bei über 90 Prozent – das ist ein gutes Ergebnis und erklärt, warum das Gehäuse auch bei hoher Last nicht unangenehm warm wird. Für rund 30 bis 40 Euro bekommt man hier ein Netzteil, das technisch wirklich keine Wünsche offen lässt.
Wer den Vergleich sucht: Das Anker GaN Prime 100 Watt haben wir bei Macwelt ausführlich getestet – dort zahlt man für ähnliche Specs deutlich mehr. Erhältlich auch als Reiseadapter-Version mit austauschbaren Steckern für EU, UK, US und Australien – ideal für alle, die viel international unterwegs sind.
Haribo 100-Watt-Reiseadapter USB-C-Ladegerät bei Amazon
Das 3-in-1-Ladegerät für Apple-Watch-Nutzer Haribo 3-in-1-Ladegerät für Apple Watch 3 mit 20 WattFür Apple-Nutzer gibt es eine besonders clevere Variante: ein kompaktes Steckernetzteil, das direkt einen magnetischen Ladepuck für die Apple Watch integriert. Einfach Watch auf das Gerät legen, iPhone per USB-C anschließen – fertig. Kein separates Watch-Kabel einpacken, kein zweites Netzteil suchen. Die Apple Watch lädt magnetisch mit bis zu 2 Watt, der USB-C-Port liefert bis zu 20 Watt für iPhone oder Airpods, ein USB-A-Port ist ebenfalls dabei.
Klingt erst einmal unspektakulär, aber wer regelmäßig mit der Apple Watch reist, weiß: Das separate Watch-Ladekabel ist das erste, was man beim Packen vergisst, und das, was man dann im Hotel am meisten vermisst.
Das hier löst das Problem elegant, im eigenen Test aber ein wenig “fummelig”. Ich selbst greife lieber immer noch zu einem eigenen Ladepuck für die Apple Watch – den hat Haribo aber auch im Angebot.
Haribo 3-in-1-Ladegerät für Apple Watch 3 mit 20 Watt
Das 240-Watt-Schreibtischmonster für echte Power-User Haribo 240 Watt USB-C-Ladegerät Aktuell bester Preis: Shop Preis 59,49 € Jetzt ansehen 69,99 € Jetzt ansehen Preisvergleich (über 24.000 Shops weltweit) Produkt Preis Preisvergleich von BackmarketUnd dann gibt es noch das Gerät, das einen auf dem Schreibtisch unweigerlich zu Erklärungen zwingt, wenn jemand es sieht: das 240-Watt-Tischladegerät mit sechs Ports und LED-Display. Der stärkste USB-C-Port liefert bis zu 140 Watt und versorgt damit auch Gaming-Laptops und Workstations problemlos. Insgesamt lassen sich sechs Geräte gleichzeitig anschließen; das Display zeigt dabei die aktuelle Gesamtleistung an.
Das ist natürlich ein Nischenprodukt – wer an einem normalen Schreibtisch sitzt und iPhone, iPad und Macbook auflädt, braucht keine 240 Watt. Aber für Power-User, die mehrere Laptops, ein iPad, Kopfhörer und vielleicht noch ein Steam Deck gleichzeitig versorgen wollen: hier ist das Ding. Und zugegeben – ein 240-Watt-Ladegerät mit Gummibärchen-Aufdruck hat schon einen gewissen Unterhaltungswert.
Haribo 240 Watt USB-C-Ladegerät bei Amazon
Lohnt sich der Kauf?Die ehrliche Antwort: ja, für die meisten Modelle. DCHK und Haribo liefern Geräte ab, die technisch solide bis richtig gut sind – und das zu Preisen, bei denen man bei der Konkurrenz für ähnliche Specs meist mehr zahlen würde. Die GaN-Technologie hält, was sie verspricht: Die Geräte bleiben kompakt, bleiben kühl, und die Schutzschaltungen gegen Überspannung und Kurzschluss sind vorhanden.
Das Haribo-Design ist dabei mehr als eine Verpackungsidee. Es macht die Netzteile zu Geräten, die man nicht mehr im Kabelchaos verliert – und die auch als Geschenk funktionieren, für Technik-Fans mit Sinn für Humor genauso wie für Haribo-Liebhaber. Die Powerbank im Gummibärchen-Design soll übrigens auch bald kommen (beziehungsweise dann wirklich auch in der Breite erhältlich sein) – auf die bin ich gespannt. Selbst Kopfhörer sind in Planung.
Das vollständige Sortiment findet ihr im offiziellen Haribo x DCHK Store bei Amazon
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Das iPad Air M4 ist das richtige Tablet für die meisten – solange man nicht vom M3 kommt. Wer älter als M2 ist oder neu einsteigt, greift bedenkenlos zu.
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Aktuell bester Preis: Apple iPad Air 11-inch (M4, 2026) Shop Preis 649,00 € Jetzt ansehen 649,00 € Jetzt ansehen 649,00 € Jetzt ansehen 649,00 € Jetzt ansehen 649,00 € Jetzt ansehen 649,00 € Jetzt ansehen Preisvergleich (über 24.000 Shops weltweit) Weitere Angebote Produkt Preis Preisvergleich von BackmarketEs gibt Updates, die man sofort erkennt. Und dann gibt es das iPad Air M4. Apple hat das Gerät zusammen mit dem iPhone 17e am 2. März 2026 per Pressemitteilung angekündigt – ohne Event, ohne große Bühne, ohne neue Farben.
Kein Wunder: Es gibt schlicht nichts Neues zu zeigen. Das iPad Air sieht exakt so aus wie das Modell vom vergangenen Jahr. Selbst Apple hat auf seiner eigenen Website zunächst dasselbe Produktbild verwendet wie für den M3-Vorgänger. Das sagt viel über den Charakter dieses Updates.
Und doch wäre es falsch, das iPad Air M4 deshalb abzuschreiben. Nach einigen Testtagen mit dem 11-Zoll-Modell bin ich überzeugt: Es ist ein sehr gutes Tablet – aber ob man es kaufen sollte, hängt stark davon ab, womit man gerade unterwegs ist.
Design: Unverändert – und das ist keine SchwächeDas iPad Air M4 misst in der 11-Zoll-Variante 247,6 × 178,5 × 6,1 Millimeter und wiegt 464 Gramm (Wi-Fi) beziehungsweise 465 Gramm (Cellular). Wer das M3-Modell kennt, hält dasselbe Gerät in der Hand. Gleiches Aluminiumgehäuse, gleiche Rundungen, gleiche vier Farben: Space Grau, Blau, Violett und Polarstern. Wer von außen ein M4 von einem M3 unterscheiden möchte, wird scheitern – selbst Apple-Mitarbeitende würden einen Moment brauchen.
Das klingt nach Kritik, ist es aber nur bedingt. Das Design des iPad Air ist seit Jahren stimmig. Die Kombination aus dünnem Profil, mattem Aluminiumgehäuse und überschaubarem Gewicht macht das Gerät zu einem der angenehmsten Tablets, die man täglich mit sich tragen kann. 464 Gramm in der Handtasche oder im Rucksack – das fällt nicht auf. Der 13-Zöller bringt 616 Gramm (Wi-Fi) beziehungsweise 617 Gramm (Cellular) auf die Waage und ist spürbar wuchtiger, bleibt aber im Vergleich zu Windows-Tablets seiner Größe immer noch ein Leichtgewicht.
Was weiterhin auffällt – und was in dieser Preisklasse 2026 zunehmend seltsam wirkt: Das iPad Air setzt auf Touch ID im Ein/Aus-Schalter statt auf Face-ID. Das Entsperren per Fingerabdruck funktioniert zuverlässig und schnell, aber wer ein iPhone seit dem iPhone X oder ein iPad Pro gewohnt ist, wird den kurzen Moment des Umorientierens kennen. Kein Showstopper, aber ein merklicher Hinweis darauf, wo Apple die Trennlinie zwischen Air und Pro zieht.
Display: Die eine Stelle, an der Apple seit Jahren bremstDas Liquid-Retina-Display des iPad Air M4 ist gut. Es ist scharf, farbtreu, vollständig laminiert, hat eine gute Antireflexbeschichtung und stellt True Tone bereit. Das 11-Zoll-Panel löst mit 2360 × 1640 Pixeln auf und erreicht bis zu 500 Nits Helligkeit, beim 13-Zöller sind es 600 Nits bei 2732 × 2048 Pixeln. In der Praxis bedeutet das: hervorragende Darstellung im Innenraum, im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung kommt man an die Grenzen. Das iPad Pro löst dieses Problem mit deutlich höherer Spitzenhelligkeit – beim Air muss man das Display gelegentlich gegen Reflexionen abschirmen.
Was seit Jahren nervt und auch im M4-Modell nicht behoben wurde: Das iPad Air behält ein 60-Hertz-Display. In einem Jahr, in dem selbst das Standard-iPhone 17 die adaptive Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz namens Pro Motion mitbringt, wirkt das beim Tablet für 649 Euro nicht mehr zeitgemäß. Das Scrollen durch Webseiten, das Wischen durch Fotos, schnelle Animationen – all das fühlt sich merklich weicher auf einem iPad Pro mit Pro-Motion-Display an. Im Alltag gewöhnt man sich daran, beim direkten Vergleich ist der Unterschied deutlich.
Das andere Display-Thema: kein OLED. Das iPad Pro bietet seit 2024 ein Tandem-OLED-Panel mit tiefen Schwarzwerten und außergewöhnlichem Kontrast, während das iPad Air ein LCD-Gerät geblieben ist. Für Videoediting, Grafikarbeit und alles, was von hohem Kontrast und scharfen Schwarzwerten profitiert, ist das iPad Pro das bessere Werkzeug. Für alle anderen – also die große Mehrheit der Nutzer – ist das LCD-Display des Air gut genug. Gut genug, aber eben nicht das Beste.
Mahmoud Itani / Foundry
M4-Chip und Performance: Zu viel Chip für die meisten AufgabenUnter der Haube steckt im iPad Air M4 eine abgespeckte Version des M4-Chips: 8 CPU-Kerne, 9 GPU-Kerne, 16-Kerne-Neural-Engine. Zum Vergleich: Der M4 im Macbook Pro kam mit 10 CPU- und 10 GPU-Kernen – Apple nutzt hier, wie üblich bei Air und einfachen iPad-Modellen, Chips, die im Binning-Prozess nicht die volle Konfiguration erreicht haben. Das klingt nach Sparmaßnahme, macht in der Praxis aber keinen spürbaren Unterschied.
Die Leistung dieses Chips ist schlicht obszön für ein Tablet dieser Klasse. Apps öffnen augenblicklich, Multitasking in Stage Manager läuft butterweich, Videoschnitt in Final Cut for iPad übersetzt Clips in Echtzeit, und selbst grafikintensive Spiele wie Resident Evil Village, Civilization oder Assassin’s Creed laufen ohne Ruckler oder Temperaturprobleme.
Der M4-Chip im iPad Air ist in etwa so leistungsfähig wie der M4 in Apples Laptops vom letzten Jahr – was bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Nutzer in den nächsten Jahren nie an die Leistungsgrenze dieses Geräts stoßen wird.
Die entscheidende Neuerung ist allerdings der Arbeitsspeicher: Statt 8 GB bringt das M4-Modell 12 GB RAM mit – ein Plus von 50 Prozent. In der Praxis hat das konkreten Einfluss auf Multitasking: Mehr Apps bleiben im Hintergrund aktiv, ohne neu zu laden. Wer Stage Manager auf einem externen Monitor nutzt oder in Procreate mit riesigen Leinwänden arbeitet, wird den Unterschied bemerken.
Für alle anderen – also Browser, Mail, Spotify, Netflix, gelegentlich Keynote – ist der Unterschied zwischen 8 und 12 GB RAM im Alltag nicht spürbar. Apple hat ihn trotzdem verbaut, und das ist gut: Es macht das Gerät zukunftssicherer für Apple Intelligence und kommende iPadOS-Features, die zunehmend mehr lokalen Speicher beanspruchen.
In Benchmarks liegt das iPad Air M4 rund 17 Prozent über dem M3-Vorgänger in der Einzelkernleistung und etwa 8 Prozent schneller im Mehrkernbetrieb. Das deckt sich mit dem, was ich im Alltag beobachtet habe: Der Unterschied zum M3 ist messbar, aber selten spürbar. Für jemanden, der von einem iPad Air M1 oder M2 umsteigt, ist es jedoch ein deutlicher Sprung.
Konnektivität: Der unsichtbare UpgradeEine der weniger besprochenen Verbesserungen ist die Konnektivität. Das iPad Air M4 ist das erste Air-Modell mit Apples N1-Chip für drahtlose Verbindungen. Was das bedeutet: Statt Wi-Fi 6E unterstützt das neue Modell Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Wi-Fi 7 bietet in kompatiblen Netzwerken deutlich höhere theoretische Bandbreiten, niedrigere Latenz und besseres Verhalten in dicht besiedelten Netzwerkumgebungen. Wer einen Wi-Fi-7-Router zu Hause hat, wird schnellere Dateiübertragungen und stabilere Verbindungen erleben. Wer noch Wi-Fi 6 oder älter nutzt, wird den Unterschied nicht bemerken.
Dazu kommt in den Cellular-Modellen das neue C1X-Modem – Apples hauseigene Entwicklung, die bereits in der aktuellen iPhone-Generation steckt. Der unter anderem in München entwickelte Chip verspricht effizienteren Energieverbrauch und bessere Verbindungsstabilität. Wer sein iPad unterwegs mit einer eigenen SIM nutzt, bekommt hier ein spürbares Upgrade gegenüber dem M3-Vorgänger. Der Aufpreis fürs Cellular-Modell liegt bei 170 Euro – macht 819 Euro für den 11-Zöller.
Airdrop und persönlicher Hotspot sollen laut Apple durch den N1-Chip zuverlässiger werden. In meinen Tests war der Hotspot stabil und schnell – ob das am N1 oder schlicht an einem sauberen iPadOS-Stand liegt, ist schwer zu isolieren. Für die meisten Nutzer ist das ohnehin irrelevant: Es funktioniert, und das ist genug.
Kamera, Apple Pencil und ZubehörDie Kameras haben sich nicht verändert. Das iPad Air M4 hat hinten eine 12-MP-Weitwinkelkamera für 4K-Video und vorn eine 12-MP-Kamera im Querformat mit Center Stage. Diese Konstellation ist seit dem M2-Modell identisch. Das ist kein Drama: Mit iPads fotografiert man eher nicht, und für Videokonferenzen ist Center Stage nach wie vor eine der nützlichsten Kamerafunktionen überhaupt – die Kamera folgt einem, wenn man sich bewegt, ohne dass man wie angewurzelt sitzen muss.
Der Apple Pencil Pro und das Magic Keyboard sind nach wie vor die wichtigsten Zubehörteile für das iPad Air, und beide sind kompatibel. Der Pencil Pro mit Drucksensitivität, Neigungserkennung und der praktischen Squeeze-Funktion ist nach wie vor das beste Tablet-Eingabegerät auf dem Markt.
Das Magic Keyboard verwandelt das iPad Air in ein vollwertiges Laptop-Ersatzgerät – allerdings zu einem Preis, den man nicht unterschätzen sollte. Das Magic Keyboard für das 11-Zoll-iPad Air kostet 329 Euro, das für den 13-Zöller 349 Euro. Wer also 11-Zoll-iPad Air, Magic Keyboard und Apple Pencil Pro zusammenkauft, landet schnell bei über 1.100 Euro – ein Preis, bei dem sich die Frage nach dem iPad Pro (oder einem Mac …) nicht mehr ganz von selbst erübrigt.
Mahmoud Itani / Foundry
Preis und Einordnung: Das Speicher-ProblemAb 649 Euro für die 11-Zoll-Version mit 128 GB, ab 849 Euro für den 13-Zöller mit 128 GB – der Preis ist gegenüber dem ursprünglichen des M3-Modells sogar leicht gesunken, um 50 Euro beim 11-Zöller und 100 Euro beim 13-Zöller. Diese Preissenkung hatte Apple jedoch schon im Oktober 2025 dem Vorgängermodell angedeihen lassen.
Das ist eine gute Nachricht. Weniger gut: 128 GB Basisspeicher für ein Tablet dieser Preisklasse sind im Jahr 2026 zu wenig. Das lässt sich schwer schönreden. Selbst das iPhone 17e – das 699-Euro-Einsteiger-iPhone – startet inzwischen mit 256 GB. Wer iPadOS-Updates, Apps, Fotos, Offline-Medien und Projektdateien auf dem iPad hat, wird mit 128 GB früher als gedacht an Grenzen stoßen. Der Prozessor reicht, wie oben dargestellt, für moderne Spiele – der Speicherplatz aber schnell nicht mehr. Die 256-GB-Variante kostet 130 Euro Aufpreis und ist für die meisten Nutzer die deutlich sinnvollere Wahl – dann landet man beim 11-Zöller bereits bei 779 Euro.
Gegenüber dem iPad Pro ist das Air nach wie vor klar günstiger: Das iPad Pro 11 Zoll (M5) startet bei 1.099 Euro und bietet dafür OLED, Pro Motion, Face-ID und mehr. Für den produktiven Einsatz – Illustration, Videoediting, komplexes Multitasking – ist das Pro das bessere Gerät. Für alles andere ist das Air die vernünftigere Wahl. Und das trifft auf den Großteil der Menschen zu, die ein Tablet kaufen: Streaming, Browsen, gelegentlich Texte schreiben, gelegentlich zeichnen. Für all das ist das iPad Air M4 mehr als ausreichend.
Aktuell bester Preis: iPad Pro M5
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Fazit: Das richtige iPad für die meisten – mit einer langen WunschlisteDas iPad Air M4 ist ein ausgezeichnetes Tablet mit einem sehr realen Problem: Es ist so ähnlich wie sein Vorgänger, dass es für bestehende Nutzer keinen Kaufanreiz gibt. Apple hat das selbst durch die fehlende Überarbeitung der Marketingmaterialien eingestanden, ob gewollt oder nicht.
Für alle anderen ist es das, was das iPad Air seit Jahren ist: das richtige Gerät für die überwiegende Mehrheit der Tablet-Nutzerinnen und -Nutzer. Schnell, leicht, vielseitig, mit hervorragendem Ökosystem und langer Software-Unterstützung. Jedoch darf man hier auch keine zu harsche Kritik anbringen – blicken wir auf komplett andere Produktreihen bei Apple, wünschen wir uns oft jährliche Aktualisierungen auf moderne, zeitgemäße Hardware – damit neue Kunden auch die aktuelle Hardware erhalten – und Apple liefert genau dies hier ab.
Die Kritikpunkte sind real und nicht zu ignorieren. Ein 60-Hertz-LD-Display für 649 Euro ist in der aktuellen Tablet-Landschaft eher mau. 128 GB Basisspeicher gehören ebenfalls auf die Liste der Dinge, die Apple beim nächsten Update beheben sollte. Und kein Face-ID ist 2026 eine Entscheidung, die erklärt werden muss.
Wer aber weiß, was er bekommt – ein extrem schnelles, schlankes, langlebiges Tablet mit dem besten Stift und Tastatur-Zubehör auf dem Markt – trifft mit dem iPad Air M4 keine schlechte Wahl. Im Gegenteil. Nur für M3-Nutzer gilt: Bleibt ruhig, wo ihr seid.
Das iPad Air M4 eignet sich für: Nutzer älterer iPads (M1/M2 Air, iPad Pro bis 2022), Einsteiger ins iPad-Ökosystem, Schüler und Studierende, alle, die ein schnelles Allround-Tablet wollen, ohne für das Pro zu zahlen. Weniger geeignet für: Profis im Bereich Illustration und Videoediting, die auf OLED-Kontrast und ProMotion angewiesen sind – und für M3-Air-Besitzer, die schlicht keinen Upgradegrund haben.
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