Auf einen BlickUnsere Wertung
Pro
- Günstiger Preis
- Hochwertiges Design und gute Verarbeitung
- Helles Display
- Gute Akkulaufzeit
- Effiziente CPU
Kontra
- Nur 8 GB RAM
- Mäßige Grafikleistung
- Niedrige Transferrate über USB-C
- Nur ein externer Monitor mit maximal 4K
- Nur 256 GB oder 512 GB Speicher
- Relativ lahme SSD
Fazit
Für einen Einsteiger, Heimanwender oder Studenten, der ein günstiges Macbook sucht, ist das elegante Macbook Neo eine gute Wahl. Der aus dem iPhone 16 Pro stammende A18 Pro schlägt sich im Macbook überraschend gut, auch die mäßige Ausstattung mit RAM ist für die meisten Anwender kein echtes Problem. Perfekt ist es für Aufgaben wie Office, Web und Videokonferenzen geeignet, für Gaming, Fotobearbeitung und Videoschnitt gibt es jedoch bessere Macbook-Modelle. Ärgerlich finde ich aber viele fast schon kleinliche Sparmaßnahmen, die es von Macbook Air oder Macbook Pro abgrenzen sollen.
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Das günstige neue Macbook Neo hat bei seinem Erscheinen für viel Aufsehen gesorgt – und wurde schon vor der Veröffentlichung der ersten Tests bereits als untauglich und lahm verdammt. Das ist aber unfair, wie dieser Test zeigt. Das neue Macbook ist für Einsteiger maßgeschneidert und Apple macht hier vieles richtig.
Mit einem niedrigen Preis von ab 699 Euro gibt es nämlich bei Apple endlich wieder eine echte Alternative zu Chromebooks und günstigen Windows-Rechnern. Wie das ähnlich positionierte iPad oder das iPhone 17e hat das Neo das Zeug, zu einem echten Verkaufsrenner zu werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nämlich richtig gut. Müssen Sie bei diesem Modell aber viele Kompromisse machen? Auffällig ist nämlich eine ganze Fülle an kleinen Einsparungen, die das Neo von den teureren Modellen abgrenzt.
Darum gibt es das Macbook Neo
Um das Konzept des günstigen Macbook Neo besser zu verstehen: Eigentlich wäre es Apple lieber, wenn Sie sich ein Macbook Air oder ein Macbook Pro kaufen würden. Cupertino will aber ebenfalls nicht, dass Sie aus finanziellen Gründen zu einem Chromebook oder einem günstigen Notebook von Acer oder Lenovo greifen.
So ist das Neo wohl nicht zuletzt für die Gewinnung von Neukunden gedacht – die vielleicht schon ein iPhone besitzen und gerade Ärger mit den gestiegenen Hardware-Anforderungen von Windows 11 haben.
Das Macbook Neo richtet sich außerdem an amerikanische Bildungseinrichtungen, die für Apple ein wichtiger Kunde sind. Mit dem günstigen Neo hat Apple für diese sparsamen Kunden eine echte Alternative zu den immer erfolgreicheren Chromebooks im Programm. Auch knapp rechnende Firmen und Solo-Selbstständige werden zum Neo greifen.
Eignet es sich aber auch für den deutschen Heimanwender, Angestellten oder Schüler? Nach meiner Meinung taugt es dazu ausgezeichnet, vor dem Kauf sollte sich der Käufer aber über einige Schwächen gegenüber dem Macbook Air klar sein.
Das Design
Eine große Stärke – gerade gegenüber vielen günstigen Windows-Notebooks – ist das elegante und robuste Design. Auf den ersten Blick wirkt das Macbook Neo wie ein aktuelles Macbook Air, vor allem wenn Sie das silberne Modell wählen. Das Gehäuse ist minimal dicker, aber schmaler und kürzer. Das Gewicht ist mit 1,23 Kilogramm dagegen identisch.
Silber ist Ihnen zu langweilig? Das neue Macbook ist auch in den Farben Zitrus (Gelb), Rosa und Indigo zu haben.
Für unseren Test stellte uns Apple ein Modell in Indigo zur Verfügung, das einen sehr gediegenen Eindruck macht. Diese Farbe ist eine gute Alternative zu Schwarz oder Spacegrau und eignet sich auch für das Unternehmensumfeld oder wenn Sie knallige Farben scheuen. Fingerabdrücke sind bei diesem Modell kein Problem, ganz im Unterschied zu alten Air-Modellen.
Die Farben Rosa und Zitrus sind dagegen eine schöne Abwechslung zum grauen Farbrepertoire der Pro-Modelle. Ein wenig erinnert mich die Farbwahl an frühere iBooks G3. Wie erfolgreich diese beiden Farben werden, wage ich aber nicht zu beurteilen.
Das Gehäuse wirkt sehr solide verarbeitet und besteht aus recyceltem Aluminium. Dadurch sollte es auch nach mehreren Jahren mobiler Nutzung noch gut erhalten sein – in jedem Fall besser als manch günstiges Windows-Notebook aus Kunststoff.
Die Tastatur passt farblich zur Gehäusefarbe, wirkt aber doch billiger als bei den Air- und Pro-Modellen. Die Bildschirmränder sind ebenfalls etwas breiter als beim Air, ganz wie es sich für ein Günstiger-Modell gehört. Es wirkt sehr wertig, die Air- und Pro-Modelle sind aber noch edler.
Eugen Wegmann
Bei beiden Modellen sind 8 GB RAM vorinstalliert, ein Upgrade ist nicht möglich. In unserem Test nutzten wir die Basisversion mit 256 GB, die im Apple Store 699 Euro kostet. Schon für 799 Euro gibt es eine Version mit 512 GB Speicherplatz, die zusätzlich einen Touch-ID-Button bietet.
Diesen sollten Sie nicht unterschätzen, er ist bei Anmeldungen und Bezahlaktionen sehr komfortabel. Sie können ein gesperrtes Macbook mit einem Fingerdruck entsperren und müssen nicht wiederholt Ihr Kennwort eingeben. Gerade in Büros und Lesesälen ist das sehr nützlich. Für das Entsperren können Sie allerdings auch Ihre Apple Watch nutzen.
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Audio und Video
Für Videokonferenzen sind eine Webcam und ein Mikrofon integriert. Die Auflösung liegt bei 1080p, das ist für Teams und Zoom völlig in Ordnung, die Bildqualität ist völlig ausreichend. Bei den teureren Modellen erhalten Sie allerdings mittlerweile eine bessere Center-Stage-Kamera, die in einem Weitwinkelmodus auch die Ansicht des Schreibtischs ermöglicht.
Zwei Mikrofone sorgen für gute Sprachaufnahmen, wichtig auch für Videokonferenzen. Sie bieten etwa „gerichtetes Beamforming“ für gute Sprachaufnahmen und unterstützen Stimmisolation und ein breites Spektrum. Das funktioniert gut, in einem kurzen Test gelingen damit recht annehmbare Sprachaufnahmen. Noch besser sollen aber die Mikros des Macbook Air sein, sogar „Studioqualität“ verspricht Apple beim Macbook Pro.
Die zwei Lautsprecher sind ebenfalls nicht schlecht, können aber nicht mit den Vier-Lautsprecher-Systemen eines iPad Pro oder Macbook Pro mithalten. 3D-Audio wird nebenbei unterstützt.
Die Lautsprecher sind allerdings recht bassarm und eignen sich nach meinem Eindruck besser für Sprache als für Musik. Für Youtube-Videos, eine Videokonferenz oder auch einen kompletten Spielfilm sind Sie recht brauchbar. Musikfans würde ich als Ergänzung einen Homepod Mini empfehlen.
Das Macbook Neo hat auf der linken Seite zwei USB-C-Ports und einen Kopfhöreranschluss.
Eugen Wegmann
Ein Kopfhörerausgang steht ebenfalls zur Verfügung. Sie können hier nicht zuletzt ein altes Apple-Headset anschließen, oder andere Headsets. Sogenannte Hochimpedanz-Kopfhörer, wie sie etwa Audio-Profis nutzen, werden nur beim Air und Pro unterstützt.
Display
Nur minimal kleiner als beim Macbook Air ist das Display geraten, das 13-Zoll-Display mit 2408 x 1506 statt 2560 x 1664 Pixeln ist aber vollkommen ausreichend. Das Display ist zudem balkontauglich. Als Helligkeit gibt Apple 500 Nits an, das ist ausreichend, um es auch bei Sonnenlicht zu nutzen. Das Display spiegelt recht stark, ein mattes Display mit Nanotexturglas gibt es allerdings nur bei den Macbook-Pro-Modellen – gegen 162 Euro Aufpreis.
Statt des größeren Farbraums P3 wird nur der Standardfarbraum sRGB unterstützt. Das ist aber nur für Fotografen und Videoprofis ein echter Nachteil. Interessant: Auch True Tone, die automatische Anpassung der Farben an die Belichtung, wird nicht unterstützt. Eine weitere dieser kleinen Einschränkungen, die sich Apple hat einfallen lassen.
Eingabegeräte
Die Stärke des Macbooks gegenüber einem iPad ist die hochwertige integrierte Tastatur und das hervorragende Trackpad. Auch hier hat Apple allerdings auf Abstand zu den teureren Modellen Air und Pro geachtet. Es gibt keine Hintergrundbeleuchtung, was viele schon bemängelt haben. Gerade beim Tippen bei schlechter Beleuchtung ist diese ein echter Vorteil.
Wichtiger finde ich aber das Tippgefühl der neuen Tastatur. Dieses entspricht Apples anderen Macbooks und ist auf sehr hohem Niveau. Das Material der in Gehäusefarbe eingefärbten Tasten wirkt allerdings billiger als bei den teuren Schwestermodellen und weniger wertig.
Müssen Sie auf dem Notebook viel tippen – etwa für eine Abschlussarbeit –, ist die Tastatur dafür völlig ausreichend. Auch die Lautstärke der Tasten – wichtig für enge Büros und Heimarbeiter – ist in Ordnung.
Beim Trackpad hat Apple ebenfalls gespart, vor allem im Vergleich mit den anderen Macbooks. Es handelt sich um ein mechanisches Touchpad, kein modernes Touchpad mit fester Glasfläche. Die Touchpads von Macbook Air und Pro bieten außerdem fortgeschrittene Funktionen wie drucksensitive Funktionen, Force-Klicks und drucksensitives Zeichnen. Das Trackpad des Neo unterstützt aber alle Grundfunktionen und sollte für die meisten Anwender in jeder Hinsicht genügen.
Sind 8 GB ausreichend?
Ein Schwachpunkt des Neo ist, dass nur 8 GB RAM verbaut sind. Bei Beginn des Tests war ich etwas besorgt, wie stark sich dies im Alltag auswirkt. So habe ich kürzlich meinen Mac mini M1 mit acht GB in den Ruhestand geschickt, weil unter Sequoia immer öfter Probleme mit Speichermangel auftraten – vor allem bei Nutzung von Apple Intelligence und vielen offenen Apps. Die gleichen Probleme befürchtete ich auch beim neuen Neo.
Das ist Speichermangel:
Bei Speichermangel hat das System nicht genug freien RAM für eine Aufgabe und muss deshalb Daten komprimieren oder auf die eher lahme SSD auslagern. Das ist keine Katastrophe, kann aber zu Verzögerungen führen und das System und Apps ausbremsen.
Der Speicherdruck ist schnell recht hoch.
Stephan Wiesend
Der Aufbau einer Webseite dauert länger, Word reagiert verlangsamt, in einer Videokonferenz per Teams kann es zu Rucklern kommen. Vor allem die Nutzung von Apple Intelligence kann bei RAM-Mangel schnell zu Speichermangel führen, aber auch eine Virtualisierungssoftware wie Parallels ist dann kaum nutzbar und viele offene Apps verursachen Probleme. Da sich Grafikkarte und CPU den Arbeitsspeicher teilen, profitieren auch Spiele und 3D-Anwendungen von viel freiem Speicher.
In der Aktivitätsanzeige sehen Sie unter „Speicher“ in der Grafik Speicherdruck eine orange oder gar rote Farbe – bei besonders hohem Speichermangel schlimmstenfalls eine Warnmeldung.
Das Neo schlägt sich gut
Zu meiner Überraschung kommt das Macbook Neo mit Apple Intelligence deutlich besser klar, als ein alter M1-Mac. Auch der Prozessor ist schließlich schneller als ein M1, was zum positiven Eindruck beiträgt. Vermutlich hat Apple seine KI auch unter Tahoe besser abgestimmt.
Hoher Speicherdruck wird in der Aktivitätsanzeige allerdings deutlich öfter angezeigt, als bei einem Mac mit 16 GB RAM. Dazu genügt bereits eine intensive Nutzung von Chrome mit vielen offenen Tabs. Ein guter Test ist etwa die komplexe Webseite dailymail.co.uk. Rufen Sie etwa diese Seite auf und scrollen bis zum Seitenende, steigt beim Neo der Speicherdruck in den orangen Bereich. Die kurze Anzeige hohen Speicherdrucks ist aber noch lange kein Problem und führt noch längst nicht zu Problemen.
Sie können Speichermangel schließlich oft selbst vermeiden: etwa wenn Sie vor der Teams-Konferenz Google Chrome und Word beenden, oder auch die Nutzung von Apple Intelligence vermeiden – und von Chrome auf Safari umsteigen. Es gibt nebenbei nur sehr wenige Profi-Apps, die mehr als 8 GB RAM zwingend voraussetzen – etwa einige Benchmark-Programme.
Ebenfalls beruhigend: Da Apple sein Macbook Neo gerade erst eingeführt hat, werden auch kommende macOS-Versionen problemlos auf Macs mit 8 GB RAM laufen.
Schnittstellen
Wie zu erwarten hält Apple sich auch bei den Netzwerkschnittstellen etwas zurück. Auf das schnelle WLAN 7 müssen Sie verzichten, nur WLAN 6E wird geboten. Das ist für die meisten Anwender wohl verzichtbar, haben doch erst wenige Anwender einen Router mit diesem Standard. Zumindest beim Bluetooth-Standard ist Apple auf aktuellem Stand, Bluetooth 6 ist auf aktuellem Niveau.
Eine Schwäche des A18 Pro ist, wie schon angemerkt, die mäßige Speicherbandbreite. Anders als ein M5 stellt er auch keine schnellen Schnittstellen wie Thunderbolt 5 oder mehrere USB-C-Schnittstellen bereit, wurde er doch für Smartphones konzipiert. Das Neo verfügt deshalb nur über eine moderne USB-C-Schnittstelle mit 10‑Gigabit‑Leistung und eine langsamere USB-C-Schnittstelle, die 480 Mbit unterstützt – das entspricht USB-2.0‑Tempo. Letztere ist vor allem für Peripherie wie eine Tastatur oder Maus gedacht, kann aber auch zum Aufladen verwendet werden.
Mit einer externen SSD erzielen wir 923,3 MB/s beim Schreiben und 949 MB/s beim Lesen, das ist in Ordnung, aber weit von Thunderbolt 5 oder USB4 entfernt. Auch die interne SSD ist aus heutiger Sicht eher gemächlich, wir messen 1322 MB/s beim Schreiben und 1558 MB/s beim Lesen. Das ist 2026 recht langsam, das neue Macbook Pro M5 Pro erreicht fast die zehnfache Leistung.
Die Leistung der internen SSD ist mäßig.
Stephan Wiesend
Bei unserem Test nutzten wir das Modell mit einer SSD mit 256 GB. Das Modell mit 512 GB könnte übrigens eine schnellere SSD verfügen, das werden aber Tests bald zeigen.
CPU-Leistung
Der A18 Pro des Macbook Neo hat mich positiv überrascht. Dass Apple hier „nur einen iPhone-Chip“ verbaut, hat bei vielen für hochgezogene Augenbrauen gesorgt. In der Praxis arbeitet der Chip aber sehr schnell und bleibt dabei sparsam. Die beiden Performance-Kerne können bis zu 4,04 GHz erreichen, auch die vier Effizienz-Kerne arbeiten mit bis zu 2,2 GHz.
Bei Alltagsaufgaben wie dem Öffnen einer komplexen Webseite oder dem Öffnen einer Excel-Datei garantiert dies eine schnelle Verarbeitung. Dies bestätigen auch die Messungen bei Geekbench: 3449 Punkte in der Single-Core-Messung sind ausgezeichnet und liegen etwa auf dem Niveau eines M3. Nicht mithalten kann das Neo bei der Multiprozessor-Leistung, hier schafft es nur 8638 Punkte. Das ist aber immer noch die Leistungsstufe eines M1. Für Aufgaben wie Rendering großer Videodateien oder 3D-Apps ist der A18 Pro aber weniger gedacht. Cinebench bescheinigt der CPU eine Multiprozessor-Leistung von 410 Punkten, ein M5 Pro schafft hier 1977 Punkte, also fast das Fünffache!
Apple hatte aber gute Gründe für die Wahl dieses modernen Chips. Die effiziente 3-nm-CPU verbraucht nur wenig Energie und hat noch eine andere positive Eigenschaft: Obwohl das Macbook keinen Lüfter besitzt, ist Überhitzung kein Problem. Wie Messungen mit der App Apsi Bench zeigen, reduziert sich die Leistung der CPU auch nach 20 Minuten Volllast nur auf 98,70 Prozent.
Erst während eines Tests mit der App Endurance konnten wir Thermal Throttling nachweisen. Nach 24 Minuten Volllast reduzierte das System die Leistung für fünf Minuten auf 67 Prozent, dann stieg sie wieder auf volle Energie.
Eine Schwäche des A18 Pro ist allerdings eine mäßige Speicherbandbreite von 60 GB/s, beim M5 sind es 153 GB/s. Schnelle Schnittstellen wie Thunderbolt oder mehrere USB-C-Schnittstellen kann er ebenfalls nicht zur Verfügung stellen.
Grafikleistung
Bei der Grafikleistung hat Apple gespart. Der Chip bietet nur fünf Grafikkerne – sogar einen weniger als beim A18 Pro des iPhone 16 Pro. Mit Geekbench 6 Metal messen wir mäßige 31350 Punkte, das ist etwa auf dem Niveau eines M1 mit acht Kernen. Ein Test der Leistung mit Cinebench scheitert leider am zu geringen Grafikspeicher.
Mit 29,64 Punkten beim Benchmark des Games Rise of the Tomb Raider ist die Spieleleistung sogar noch unter der Grafikleistung eines M1. Auch beim Test mit Wildlife Extrem ist die Leistung mit 24,2 eher enttäuschend, das neue Macbook Pro 5 Pro schafft das Vierfache.
Die Leistung reicht aber für Büroanwendungen und weniger anspruchsvolle Games völlig aus. Auch ein externer Monitor kann per USB-C angesteuert werden, allerdings nur mit maximal 4K. Apples Studio Display mit 5K wird übrigens nicht unterstützt.
KI-Beschleunigung
Bei einem günstigen Einsteigermodell hätte Apple auch auf einen M1 oder M2 zurückgreifen können, der A18 Pro ist aber deutlich moderner und effizienter – vermutlich auch billiger. Vor allem bei der Eignung für KI-Aufgaben bietet er außerdem Vorteile wie eine schnellere Neural Engine. Davon profitieren Apple Intelligence und weitere KI-Funktionen.
Die Messung der KI-Leistung ist allerdings gar nicht so einfach, können doch KI-Aufgaben sowohl von der CPU, der Grafikkarte als auch von der Neural Engine verarbeitet werden. Ein Benchmark wie Geekbench AI misst deshalb die KI-Leistung gleich bei allen drei Komponenten.
Das neue Macbook Neo schlägt sich hier gut und liegt im Vergleich mit einem M1‑Chip deutlich vorn. Vor allem die Neural Engine kann sich deutlich von der des M1 abheben. Dieser schafft hier nur 3050/14664/14344, das A18 Pro des Neo dagegen 4809/33462/45142.
Weit abgeschlagen ist das Macbook aber im Vergleich mit neueren M-Chips oder gar dem M5 mit seinen speziellen Grafik-Chips mit Neural Accelerators.
Für die Messung der KI-Performance haben wir die Performance außerdem mit dem mlPerf-Client gemessen, einem beliebten KI-Benchmark. Ein Problem: Nicht alle Benchmarks sind mit dem A18 Pro kompatibel. Llama Metal stürzte etwa mehrmals ab.
Der wichtigste Test, LLama 3.1 8B MLX lief dagegen problemlos durch. Die „Time to first Token“ ist mit 14,34 ms recht lang (je länger, desto schlechter) und auch Token per Second (je mehr, desto besser) mit 19,4 sind recht gemächlich. Bei einem neuen Mac M5 Pro maßen wir 1,55 TTFS und 56,8 TPS! Experimentieren Sie viel mit KI-Anwendungen, gibt es wohl bessere Lösungen als ein Macbook Neo.
Die Leistung bei MLPerf ist eher mäßig.
Stephan Wiesend
Neben der KI-Beschleunigung sollten Sie zudem die Media Engine nicht vergessen, einen Spezialchip für das Abspielen und Konvertieren von Videos. Neben H.264, HEVC und AV1-Video unterstützt die Media Engine des A18 Pro auch ProRes-Videomaterial.
Im Test nutzte ich das Neo auch an einem externen USB-Monitor mit 4K. 5K-Monitore werden leider nicht unterstützt. Gerade für lange Arbeiten ist ein solcher externer Monitor eine hervorragende Ergänzung für ein Macbook Neo.
Wenn Sie einen USB-C-Monitor benutzen, fungiert dieser schließlich zugleich als Ladegerät für das Macbook. Wie üblich lässt sich der Bildschirm erweitern oder spiegeln, Probleme mit dem mäßigen Grafikspeicher traten nicht auf.
Akku
Als Akkulaufzeit gibt Apple 11 Stunden beim Surfen und 16 Stunden beim Videostreaming an. Das ist deutlich weniger als beim Air, das 15 respektive 18 Stunden durchhalten soll. Auch dank des stromsparenden Prozessors sollten Sie aber mit dem Neo gut durch einen Arbeits- oder Unitag kommen. Selbst bei voller CPU-Last wird der Akku nämlich kaum belastet. Größter Energieverbraucher ist eindeutig der Bildschirm.
Als ersten Test spielen wir ein Video mit voller Bildschirmhelligkeit ab, fünfeinhalb Stunden hält der Akku hier durch. Die Kollegen von der Macworld führten den gleichen Test bei etwa halber Bildschirmhelligkeit durch – hier hielt der Akku 18 Stunden und 15 Minuten.
Bei aktuellen Macbooks hat sich für das Messen der Laufzeit auch ein Stresstest mit dem Programm Endurance bewährt. Dabei werden alle Kerne vollständig ausgelastet, bis sich das Macbook ausschaltet. Nach einer Stunde und sieben Minuten ist etwa der Akku eines Macbook Pro M5 Pro unter Vollast leer. Anders bei einem Macbook Neo, das eine wirklich sparsame CPU besitzt: Nach 8 Stunden steht der Akku bei 80 Prozent Kapazität und ich breche den Test ab, da ich das Gerät auch für andere Tests benötige.
Wie schnell Sie einen Akku aufladen können, ist in der Praxis nicht unwichtig. Hier kann das Neo leider nicht punkten, der Energiespeicher lädt sich nur gemächlich.
Der Akku liefert nur 36,5 Wattstunden (das Macbook Air 53,8 Wh) und unterstützt kein schnelles Aufladen per PD-Standard. In den USA liegt ein 20-Watt-Netzteil bei, damit lädt sich der Akku in über drei Stunden auf. Auch an einem schnellen Ladegerät benötigte das Gerät eine halbe Stunde, um auf 35 Prozent Kapazität zu kommen, eine Stunde für 65 Prozent. Komplett geladen war es nach einer Stunde und fünfzig Minuten.
Fazit: Für wen eignet sich das Macbook Neo?
Das neue Macbook hat mir gut gefallen und ich überlege, es selbst zu kaufen. Gibt es doch endlich wieder ein komplett neues Gerät von Apple, dagegen wirken die Macbook Air und Pro optisch doch etwas angejahrt. Sie müssen sich aber bewusst sein, dass Apple bei der technischen Ausstattung viel eingespart hat.
Auf Dinge wie True Tone, P3-Farbraum und WLAN 7 werden die meisten verzichten können, die Begrenzung auf 8 GB RAM wiegt da schwerer.
Bei einem anspruchsvolleren Workflow mit vielen gleichzeitig genutzten Apps ist ein aktuelles Air deutlich leistungsfähiger. Wenn Sie außerdem mit virtuellen Maschinen arbeiten oder mit KI experimentieren, ist das Neo das falsche Gerät und Sie sollten zu einem Air oder Pro greifen.
Bei maximaler Leistung wird es aber bei Apple allerdings auch maximal teuer, so kostet das gerade von uns getestete Macbook Pro Max in Vollausstattung schlicht das Zehnfache eines Neo.
Grundsätzlich würde ich das Neo nicht für Videoschnitt und Bildbearbeitung empfehlen. Dies ist damit zwar möglich, für anspruchsvolle RAW-Fotografie oder 3D-Design gibt es einfach bessere Geräte. Neben der schwachen Performance kann hier auch die lahme USB-C-Schnittstelle zum Ärgernis werden, ebenso die langsame SSD und die Beschränkung auf 4K und sRGB.
Arbeiten Sie aber mit weniger anspruchsvollen Apps, ist das Macbook Neo ein solides Arbeitsgerät für Heimanwender und Studium, das alles Notwendige bietet. Der Preis ist konkurrenzlos, vor allem nachdem Apple die Preise für das Macbook Air M5 angehoben hat. Günstige Modelle wie das M3 oder M4 sind bereits nur noch im Fachhandel zu kaufen, dagegen wird es für das Neo schon bald erste Rabatte geben.
Ein Nachtrag: Warum kein gutes gebrauchtes Macbook?
Wäre angesichts der Einschränkungen nicht ein Gebrauchtmodell die bessere Wahl? Sie könnten doch stattdessen ein gebrauchtes Macbook Air mit M2 oder M4 CPU kaufen?
Das ist natürlich nicht falsch, allerdings ist ein gebrauchtes Gerät nicht ohne Probleme. Kaufen Sie heute ein Neo, erhalten Sie ein aktuelles Apple-Gerät, das in den nächsten drei bis vier Jahren keine Probleme bereiten wird. Bei einem Gebrauchtgerät kaufen Sie die “Katze im Sack”. Nach einigen Jahren fängt vielleicht der Akku an zu schwächeln, unter Umständen gibt es Ärger mit der Tastatur, oder ihr Modell wird von einer aktuellen Software oder macOS nicht mehr unterstützt.
Nicht zuletzt wird es auch das Neo bald als Gebrauchtgerät geben – und dann reden wir über einen Preis von knapp 500 bis 600 Euro…
Technische Daten
Macbook NeoPreis699,00 €799,00 €
Technische AngabenDisplay13 Zoll Liquid Retina Display13 Zoll Liquid Retina DisplayAuflösung2408 x 1506 Pixel2408 x 1506 PixelFarbraumsRGB FarbraumsRGB FarbraumHelligkeit500 nits500 nitsProzessorApple A18 Pro ChipApple A18 Pro ChipCPU6Core CPU mit 2 Performance-Kernen und 4 Effizienz-Kernen6Core CPU mit 2 Performance-Kernen und 4 Effizienz-KernenGrafik5Core GPU, Hardware beschleunigtes Raytracing5Core GPU, Hardware beschleunigtes RaytracingNeural Engine16-Core16-CoreMedia EngineHardware beschleunigtes H.264, HEVC, ProRes und ProRes RAW, AV1 DecodierungHardware beschleunigtes H.264, HEVC, ProRes und ProRes RAW, AV1 DecodierungGemeinsamer Arbeitsspeicher8 GB, 60 GB/s Speicherbandbreite8 GB, 60 GB/s SpeicherbandbreiteInterner Speicher256 GB SSD512 GB SSDDrahtlosWLAN 6E (802.11ax), Bluetooth 6WLAN 6E (802.11ax), Bluetooth 6Externe Anschlüsse1x USB-C 3 (10 Gbit/s), 1x USB-C 2 (480 Mbit/s), Kopfhöreranschluss1x USB-C 3 (10 Gbit/s), 1x USB-C 2 (480 Mbit/s), KopfhöreranschlussLautsprecher, MikrofonZwei-Lautsprecher-Audiosystem, zwei MikrofoneZwei-Lautsprecher-Audiosystem, zwei MikrofoneKamera1080p FaceTime HD Kamera1080p FaceTime HD KameraTastaturMagic KeyboardMagic Keyboard mit Touch IDTrackpadMulti-Touch TrackpadMulti-Touch TrackpadIntegrierter Lithium-Polymer-Akku36,5 Wh, bis zu 11 Stunden drahtloses Surfen, 16 Stunden TV-App Video-Wiedergabe36,5 Wh, bis zu 11 Stunden drahtloses Surfen, 16 Stunden TV-App Video-WiedergabeGröße (H/B/T) in cm1,27/29,75/20,641,27/29,75/20,64Gewicht1,23 kg1,23 kgFarbenSilber, Rosa, Zitrus, IndigoSilber, Rosa, Zitrus, IndigoLieferumfangUSBC Ladekabel (1,5 m)USBC Ladekabel (1,5 m)